Schule

Schon unter dem dritten Abt Wernher (1138-1159) gab es in St. Paul eine Gelehrtenschule. Obwohl die Quellen dieser Zeit sehr dürftig sind, gilt als gesichert, dass auch später eine Lateinschule bestand. Einer der bekanntesten in der Reihe der Wissendurstigen war Theofrastus Paracelsus Bombastus von Hohenheim. 1502 übersiedelte dessen Vater mit seiner Familie nach Villach, während der Sohn zur Ausbildung nach St. Paul geschickt wurde. In seinen Schriften lobt der spätere Mediziner Paracelsus die Weisheit des Abtes und der Mönche, denen er die Kenntnis der lateinischen Sprache und die Vorschule der sieben freien Künste für das Universitätsstudium verdankte.

Genaue historische Fakten über die Geschichte des St. Pauler Schulwesens sind erst nach der Wiederbesiedelung 1809 greifbar. Die Mönche übernahmen mit dem Kloster die Aufgabe die Lehrkanzeln der höheren Schulen in Klagenfurt zu besetzen und Professoren sowohl an das dortige Gymnasium als auch an das Lyzeum zu entsenden.

Auch in St. Paul wurde 1809 ein Gymnasium wiedererrichtet, das 1817 mit einem Studienkonvikt verbunden wurde. 1899/1900 wurde das neue Gymnasialgebäude eröffnet und 1909 das Konvikt zum damals modernsten Internat Österreichs ausgebaut. Heute zählt das Stiftsgymnasium von St. Paul zu den größten Privatschulen Österreichs.


Wissenschaft und Bildung zählen neben der Feier der Liturgie von jeher zu den Aufgaben der Benediktinerklöster.

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April 2017